Ernährung

islay_schleck_2012_10

Islay hat es geschmeckt

„Katzen würden Mäuse kaufen“ ist der Titel des wohl kritischten Buchs zum Thema Tierernährung – und seine Lektüre ist für zarte Seele nur bedingt empfehlenswert. Dieses Buch zeigt nicht nur auf, was alles in die Dosen und Schälchen wandert, so dass es einem schon beim Lesen schlecht wird, sondern setzt sich auch kritisch mit den „Zivilisationskrankheiten“ unserer Haustiere auseinander. Ein Kapitel ist mir dabei besonders im Gedächtnis geblieben: „Der Feind des Haustiers ist der Besitzer“. Wie wahr! Schließlich bin nur ich dafür verantwortlich, dass Mira und Marvi zu dick sind!

Ich möchte hier jetzt keine Grundsatzdiskussion starten. Letztendlich ist jeder selbst dafür verantwortlich, was er an sein Tier verfüttert. Einerseits ist Ebony, die Altersrekordlerin unseres ersten Clans, mit Whiskas 21 Jahre alt geworden – Zusatz- und Geschmacksstoffen zum Trotz. Andererseits lässt es sich nicht leugnen, dass immer mehr Haustiere unter Futterunverträglichkeiten leiden und zu dick sind (siehe oben!) oder wie meine beiden Weißen bereits in jungen Jahren Zahnfleischprobleme haben. Meine Norweger bekommen beispielsweise von sogenannten „Supermarktsorten“ Durchfall. Daher werden diese Marken bei uns nicht verfüttert, denn eine langhaarige Katze mit Durchfall ist so ziemlich das Letzte, was man als Besitzer haben möchte.

Frischfleisch: Es darf ruhig etwas mehr sein!

Was soll man nun machen, wenn man keine Zeit hat, täglich etwas selbst zu brutzeln? Oder wenn Joschi und mein zahnloser Ginger am liebsten ausgerechnet Trockenfutter fressen? Ich versuche also Sorten zu verfüttern, die so wenig unterschiedliche Inhaltsstoffe erhalten wie möglich und die getreidefrei sind. (Was definitv seinen Preis hat.) Auf Anraten meiner Tierheilpraktikerin gibt es zudem einmal in der Woche Frischfleisch (bis auf Schweinefleisch, das den für Katzen tödlichen Aujeszky-Virus (Pseudotollwut) enthalten kann, kannst du übrigens jede Sorte verwenden.) Bei uns gibt es Hühnerherzen – und zwar ganze, damit ordentlich gekaut werden kann (nur Ginger bekommt aus bekannten Gründen seine Portion kleingeschnitten). Schockierendes Ergebnis: Am Anfang wollte nur der Eisbär davon fressen! Inzwischen stürzen sich alle begeistert darauf – bis auf Joschi und Mira. Wir sind also von artgerechter Fütterung noch weit entfernt, aber wir arbeiten daran!

Bevor ich es vergesse: „Lebendfutter“ (also Mäuse) gibt es natürlich auch. Doch wie viel und wie oft hängt nicht von mir ab.

Ich hoffe du verzeihst mir daher, wenn ich mich auf den folgenden Seiten mit kommerziell hergestelltem Futter für bestimmte Anforderungen beschäftige.