Der MI5 – Islay

Die Geschichte der „Is“ stand ursprünglich unter Isbjörn, aber seit Juli 2015 macht er die ewigen Jagdgründe jenseits der Regenbogenbrücke unsicher. In der Ahnengallerie ist sie auch immer noch unter seinem Namen zu finden. Doch damit ihr nicht ständig von Seite zu Seite hüpfen müsst, habe ich sie hier auch noch einmal eingefügt.

Nachdem wir nun mit den Ms des MI 5 durch sind, sind die Is an der Reihe. Nachdem unser Humphrey so überraschend gestorben war, wollte mein Mann ja unbedingt wieder einen weißen Kater – und damit unsere “Senioren” nicht zu sehr belästigt würden, gleich noch eine getigerte Katzendame dazu. Also quasi eine Wiederholung des Erfolgsgespanns Lina und Humphrey. Wir begannen uns also im Internet nach weißen Norwegischen Waldkatzen umgesehen. Die waren gar nicht so einfach zu finden, zumal der/die Züchter/in ja auch nicht zu weit weg wohnen sollte. Gefunden haben wir dann Sylvia, die damals in der Nähe von Emden wohnte, und bei der gerade ein Wurf mit einem weißen Kater geboren worden war. Es gab sogar ein Tabby-Kitten in dem Wurf, aber das war auch ein Kater. Und wir wollten doch so gerne ein Mädchen! DAS gab es in dem Wurf dann auch – allerdings in Weiß. Nach einigem Überlegen sagte mein Mann dann kurzentschlossen: Dann nehmen wir eben alle drei! Bei dieser Entscheidung sind wir dann auch geblieben, als die Ms so unvermutet in einem Speissfass in unser Leben getragen wurden.

Ich bin dann nach Emden gefahren, um mir die Kätzchen und die Zucht von Sylvia anzuschauen. Daran gab es nichts auszusetzen und der Kaufvertrag wurde unterschrieben. Gebracht hat uns Sylvia dann die Katzen selbst. Die drei saßen in einem dieser tollen Ausstellungskoffer, quasi ein riesiger Katzentransporter auf Rädern, mit Schlafecke und eingebautem Katzenklo und mit einem Ziehgriff wie ein Trolley. Sylvia schob den Transporter in unsere große Halle, öffnete das Gitter und dann geschah das Unerwartete: statt langsam und zögernd in die fremde Umgebung auszusteigen, sprangen die drei sofort heraus und rannten den Flur rauf und runter, als wären sie nach langer Reise zuhause angekommen – und das waren sie ja auch 🙂

Islay, dessen Name übrigens „Eiwa“ (siehe und höre auch Wikipedia) ausgesprochen wird – wie die schottische Insel – ist ein sanfter Riese mit einer feinen zarten Stimme, die so gar nicht zu seiner Größe – er ist er größte im Team – passen will. Trotz seiner +/- 6,8 Kilo ist ein sehr geschickter und guter Jäger (leider…) und er hat den unglaublichsten Schwanz: super buschig und sehr lang. Seine Größe macht uns auch etwas Probleme, denn seit der Eisbär tot ist, hat er keinen Spielkameraden mehr, der es wirklich mit ihm aufnehmen kann, denn allen anderen ist er zu groß und kräftig – was er natürlich nicht einsieht. Am schönsten finde ich die exakte Zeichnung seines Gesichts und seine dunkelgrünen Augen. Mein Mann findet, er sähe etwas dumm aus. Was meint ihr?